Ich will doch - aber ich schaff's einfach nicht besser
Viele Menschen, die sich zu einer ADHS-Diagnostik vorstellen, kennen das Gefühl, immer wieder an eigenen oder äußeren Anforderungen zu scheitern. Aufgaben werden begonnen und nicht beendet, benötigen überdurchschnittlich viel Energie und Zeit, Termine geraten aus dem Blick oder wichtige Dinge werden aufgeschoben - obwohl der Wunsch, sie zu erledigen, durchaus vorhanden ist.
Nicht selten entstehen daraus mit der Zeit ausgeprägte Selbstzweifel und wiederkehrende Frustrationen. Die Ursachen dafür werden nicht immer erkannt und häufig als mangelnde Disziplin, Desinteresse oder fehlende Motivation missverstanden. Betroffene bleiben oft lange – manchmal auch ein Leben lang – ratlos zurück und die Frage nach einer Alternativerklärung stellt sich nicht selten erst im Erwachsenenalter.
Eine sorgfältige Diagnostik kann dazu beitragen, diese Frage differenziert zu betrachten. Gemeinsam betrachten wir Ihre aktuelle Situation, bisherige Erfahrungen und biografische Entwicklung, um mögliche Zusammenhänge besser zu verstehen. Mir ist es wichtig, den diagnostischen Prozess nicht auf schnelle Antworten auszulegen, sondern Zeit und Raum für ein sorgfältiges Verständnis Ihrer individuellen Schwierigkeiten zu schaffen.
Wann kann eine Diagnostik sinnvoll sein?
Eine diagnostische Abklärung kann sinnvoll sein, wenn Sie sich beispielsweise in mehreren der folgenden Bereiche wiedererkennen:
Merke jedoch: Nicht jede Konzentrationsschwierigkeit, nicht jedes Aufschieben oder Problem, seinen Impuls hin und wieder nur schwerlich kontrollieren zu können, bedeutet automatisch ADHS zu haben. Genau deshalb ist eine sorgfältige differentialdiagnostische Abklärung wichtig.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass ich ausschließlich bei Erwachsenen eine Diagnostik durchführe! Die diagnostische Beurteilung für Kinder und Jugendliche nehmen spezialisierte Kinderarztpraxen oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen vor.
Wie läuft die Diagnostik ab?
Die Diagnostik erfolgt leitlinienorientiert und umfasst in der Regel etwa fünf Termine à 50 Minuten. Doppelstunden sind bei der Planung ebenso denkbar. Bei der Testung kommt u.a. zum Einsatz:
Da sich ADHS im Erwachsenenalter sehr unterschiedlich zeigen kann, ist eine individuelle und differenzierte Betrachtung durch den Einsatz mehrerer Prüfverfahren, wozu neben den angewandten Tests auch die Experteneinschätzung zählt, von großer Bedeutung.
Kosten und Schriftliches Gutachten
Nach Abschluss der Diagnostik erhalten Sie ein ausführlich schriftliches, testpsychologisches Gutachten. Darin enthalten sind u.a. die Testergebnisse, diagnostische Einordnung, Stellungnahme und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen.
Das Gutachten umfasst in der Regel etwa 8-12 Seiten. Die Kosten hierfür betragen pauschal 250€ und sind eine Selbstzahlerleistung. Die Anfertigung des Gutachtens wird nicht von der Krankenkasse übernommen.
Weitere Informationen zu den Gesamtkosten, und welche Kosten die Kasse trägt, erläutere ich Ihnen gerne im persönlichen Kontakt. Für gesetzlich versicherte Personen fallen zumeist keine weiteren Kosten an.
Termine oft zeitnah möglich
Die Diagnostik erfolgt in separaten Zeitfenstern unabhängig von meinem regulären Therapiebetrieb. Dadurch sind Termine häufig innerhalb von etwa 4–8 Wochen möglich — abhängig von der aktuellen Auslastung. Generell finden jedoch, analog zum regulären Therapiebetrieb, die Testungssitzungen tagsüber statt. Abendstunden biete ich hierfür nicht an.
Für die Diagnostik ist ihre persönliche Anwesenheit erforderlich. Ein Teil der Diagnostik ist die Begutachtung ihrer Person bzw. ihres Verhaltens, weshalb eine Anwesenheit in Präsenz unumgänglich ist.
Wenn Sie eine ADHS-Diagnostik anfragen möchten oder unbeantwortete Fragen zum Ablauf haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.